Aktueller Hinweis vom „Auswärtigen Amt „ 01.02.2011

Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der instabilen Lage von Reisen nach ganz Ägypten dringend ab.

Aufgrund der Unübersichtlichkeit und schweren Vorhersehbarkeit der Gesamtsituation in Ägypten schließt dieser Hinweis ausdrücklich die Touristengebiete am Roten Meer ein, auch wenn die Lage dort derzeit ruhig ist.

Die für den 1. Februar angekündigten Massendemonstrationen wurden mit einem Aufruf zu einem landesweiten Generalstreik verbunden, dessen Ende nicht absehbar ist.

Aufgrund der Lageentwicklung kann es auch in den Tourismusgebieten zu Versorgungsengpässen und logistischen Schwierigkeiten kommen

In den letzten Tagen haben sich in ganz Ägypten, insbesondere in der Hauptstadt Kairo sowie den meisten größeren Städten, Demonstrationen ereignet. Dabei kam es auch zu Plünderungen. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitsbehörden bzw. Militärs kam es zu einer erheblichen Anzahl von Toten und Verletzten.

Die Demonstrationen richten sich nicht speziell gegen Ausländer.

Die am 28. Januar verhängte nächtliche Ausgangssperre für die Städte Kairo, Alexandria und Suez ist verlängert worden. Für Details ihrer zeitlichen und örtlichen Ausdehnung wird dringend empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen. Ägyptische Sicherheitskräfte mit Ausnahme des Militärs zeigen derzeit keinerlei Präsenz.

Reisenden in Ägypten wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Für dringende Notfälle ist der Krisenstab des Auswärtigen Amts unter +49 30 5000 3000 rund um die Uhr erreichbar.

Das Auswärtige Amt hält engen Kontakt mit den deutschen Fluggesellschaften; Ziel ist die Bereitstellung weiterer zusätzlicher Kapazitäten für Flüge aus Kairo, Alexandria und anderen Städten.

Die Lufthansa hat auf ihrer Website eine Sonder-Telefonnummer veröffentlicht (+49-30-50570341), unter der Flüge ausschließlich ab Kairo gebucht werden können.

Ab sofort können freie Plätze auf Flügen der AirBerlin von Sharm el Sheik, Hurghada und Marsa Alam nach Deutschland gebucht werden. Reisende, die Ägypten über diese Flughäfen verlassen möchten, können bis 09. Februar über folgende Erreichbarkeiten buchen:

a) Internet – www.airberlin.com

b) Telefon – +49 1805 737 800

c) Flughafen – Agentur (Handling Agent) A.S.E. kann auch im Auftrag von Air Berlin Buchungen vornehmen.

In den Touristenorten am Roten Meer verläuft der Flugverkehr derzeit normal und mit ausreichenden Kapazitäten.

Nun gibt nur einen Fall, der wirklich  als „höhere Gewalt“ von allen anerkannt wird – nämlich wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausspricht. Allerdings gilt das nur unter der Voraussetzung, dass die Reisewarnung nicht schon vor Abschluss der Buchung existierte. Klar ist der Fall laut Reisejurist Ronald Schmid auch, wenn zum Beispiel „plötzlich ein Waldbrand am Urlaubsort auftritt, der die Reise erheblich beeinträchtigt“ oder die Hotelanlage zerstört ist.

Nun bricht in Ägypten der Bürgerkrieg aus. Kleinere und größere Katastrophen gehören nun leider in diesen Zeiten zum Alltag. Für Veranstalter ist das jedoch nicht immer ein Grund, ihren Kunden eine kostenfreie Stornierung zu gewähren. Der Gesetzgeber sieht zwar vor, dass Urlauber im Falle nicht vorhersehbarer „höherer Gewalt“ von ihrer Reise gratis zurücktreten dürfen. Die Realität sieht aber anders aus.

Welches Ereignis tatsächlich als „höhere Gewalt“ einzustufen ist, bleibt oft völlig unklar – vor allem für Urlauber. „In letzter Instanz muss das ein Richter entscheiden“, erklärt Ronald Schmid, Professor für Reiserecht. Um hohe Gebühren und gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollten Urlauber am besten schon vor der Buchung sich über die Rücktrittsbedingungen der Veranstalter informieren. Verbraucherzentralen empfehlen sogar, unklare Fälle bei der Buchung anzusprechen und sich gegebenenfalls einen kostenfreien Rücktritt schriftlich zusichern zu lassen.

Wohl dem, er über einen Reiseveranstalter gebucht hat. Dieser bietet im Regelfall dann

Kostenlose Umbuchungen an. Anders ist dieses natürlich bei selbst organisierten Touren.

Hier hat der Reisende immer das alleinige Risiko zu tragen.

Übrigens:

Eine Reiserücktrittsversicherung wird in diesem Falle auch nicht leisten.

Es sind immer nur Fälle abgesichert, die den Reisenden persönlich treffen kann.

http://www.secure-travel.de/vergleich-vertragsbedingungen.php

Tunesien – Warnung des Auswärtigen Amtes

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