Bahn – oder Flugstreik – Welche Rechte haben Sie hier ???

Man freut sich seit langem auf den wohlverdienten Jahresurlaub
oder möchte als Geschäftsreisender unverzüglich
von A nach B gelangen – doch dann der Schock:
Bahnstreik oder Piloten demonstrieren für mehr Gehalt. Nun
ist guter Rat teuer, denn Zeit ist in diesem Fall auch Geld:
Gibt es eigentlich überhaupt ein Recht, das einem zusichert,
dass die Kosten für ausgefallene Flüge oder Fahrten zurückerstattet
werden?
Reisen mit der Deutschen Bahn
Es könnte so schön sein: Das Ticket durch einen Preisvorteil,
wie er auf http://www.schnaeppchenfuchs.com/dbsparvorteile
angeboten wird, erwerben, entspannt zum richtigen
Gleis gehen, einen gemütliche Sitzplatz mit viel
Freiraum bekommen, schlafen, lesen und entspannt am Zielort
angelangen – so sieht eine erholsame Bahnfahrt aus.
Gibt es Streik, wird die Situation dementsprechend angespannt.
Hier gelten folgende Rechte:
Man kann sich das gezahlte Geld zurückerstatten lassen,
wenn ein Zug komplett ausfällt oder wenn man später als
eine Stunde zum normalen Ankunftstermin am Heimatbahnhof
ankommt. Selbst, wenn die Reise bereits angetreten
wurde und als Odyssee enden würde, kann man von der übrigen
Strecke, die man nicht mehr fahren will, zurücktreten –
aber auch die gesamte überlange Fahrzeit kann erstatten
werden.
Die Bahn steht zusätzlich für Ersatzfahrzeuge und Übernachtungen
ein. Fällt die letzte fahrplanmäßige Verbindung eines
Tages aus, werden alternative Fahrmöglichkeiten bis 80 Euro
gezahlt. Vorrangig sind dabei bahninterne Alternativen.
Flüge fallen aus, welche Rechte gelten?
Wird ein Flug streikbedingt ausfallen, ist es möglich, die
Reise zu stornieren – das Geld bekommt man in einem solchen
Fall zurück. Muss oder will man trotzdem fliegen, ist
einem ein Sitzplatz zu einem späteren Zeitpunkt sicher. Man
kann sein bereits erworbenes Ticket allerdings auch zum
Bahnfahrschein umschreiben lassen und den Zug nehmen.
Dies geht bei normalerweise innerdeutschen Flügen, aber
auch bei internationalen Zugverbindungen.
Ist ein Flug annulliert worden, überbucht oder verspätet (ab
drei Stunden), kann der Passagier eine Entschädigung von
bis zu 600 Euro geltend machen, wenn „außergewöhnliche“
Umstände eintreten (Landung einer Staatsmaschine, deshalb
startet der eigene Flug aus Sicherheitsgründen nicht, bestimmte
technische Defekte usw.). Auf jeden Fall sollte man
nachfragen und sicherstellen, dass man nicht als Verlierer auf
den Kosten sitzenbleibt.
Hilfreiche Vordrucke, wie betroffene Reisegäste Schadensersatz
einklagen können, liefert beispielsweise die Webseite
Reiserechts-Register. Zudem veröffentlicht das Portal ARAG –
Rund ums Recht regelmäßig aktuelle Gerichtsurteile zum
Thema Entschädigungsansprüche bei Flug- und Bahnreisen.

Copyright Newsletter BDAE 11 – 2014

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