Reisegepäckversicherung – Fotoapparateversicherung und grobe Fahrlässigkeit

3.02.2012 Volker Drescher Gespeichert in Allgemein, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Urteile / Rechtsprechung, Versicherungsbedingungen, Versicherungsfragen und Antworten Keine Kommentare »

Das Landgericht Hannover hat mit Urteil vom 17. September 2010 entschieden (Az.: 13 O 153/08), dass ein Fotoapparate-Versicherer im Falle eines Diebstahls in der Regel nicht dazu berechtigt ist, seine Leistungen „auf Null“ zu kürzen, selbst wenn ein Versicherter auf dem Gelände eines Flughafens keinen ständigen Sicht- bzw. Körperkontakt zu seiner wertvollen Fotoausrüstung hat.

Ein selbstständiger Kameramann hatte geklagt, der für seine Kameraausrüstung bei der Beklagten eine Film- und Fotoapparate-Versicherung abgeschlossen hatte. Der Kläger flog im Januar 2008 für Dreharbeiten nach Valencia. Weil er dort bei der Ankunft sein aufgegebenes Gepäck nicht auffand, begab er sich zusammen mit einem ihm begleitenden Mitarbeiter zum „Lost & Found-Schalter“. Dabei führte er auf einem Trolley sein aus zwei Taschen bestehendes Handgepäck mit, in welchem sich seine Kameraausrüstung im Neuwert von mehr als 40.000 Euro befand.

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die unendliche Geschichte: Reiserücktritt – was ist eine plötzliche und unerwartete Krankheit

20.01.2012 Volker Drescher Gespeichert in Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Urteile / Rechtsprechung, Versicherungsbedingungen Keine Kommentare »

Und hier haben wir wieder ein aktuelles Urteil, welches zum Wohle des Reisenden entschieden wurde:

Reiserücktritt – was ist eine unerwartete,  schwereErkrankung?

20.1.2012 – Eine unerwartete Verschlimmerung eines bekannten Grundleidens ist im Sinne der Versicherungs-Bedingungen für die Reiserücktrittskosten-Versicherung einer neuen Erkrankung gleichzusetzen. Der Versicherer darf sich in einem solchen Fall daher nicht auf Leistungsfreiheit berufen. 2.  Zivilkammer des Landgerichts Dortmund mit Beschluss vom 28. November 2011 entschieden (Az.: 2 S 42/11).

Dies ist ein Bericht der deutschen Anwaltshotline:  Eine Versicherungsnehmerin hatte Versicherugsschutz über eine Reiserücktrittversicherung über Ihre Kreditkarte.

Akuter Schub

eine seit Jahren an Rheuma erkrankte Klägerin beabsichtigte im Frühjahr 2010 eine Pauschalreise zu buchen. Sie  suchte  ihren Arzt auf, um sich danach zu erkundigen, ob es in ihrem konkreten Fall aus medizinischen Gründen ratsam sei, eine Pauschalreise anzutreten.

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Fragen kostet nichts, wenn der Geldeingang ausbleibt

6.01.2012 Volker Drescher Gespeichert in Informationen zu Versicherern, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Urteile / Rechtsprechung, Versicherungen allgemein Keine Kommentare »

Vorwort:

Sollten Sie einmal “wider erwartend” auf eine Zahlung eines Reiseversicherers warten, fragen Sie vorher bei uns oder dem entsprechenden Versicherer nach.

Das Amtsgericht München hat am 15.7.2011 mit Urteil entschieden (Az.: 133 C 7736/11), dass man sich zunächst telefonisch mit dem Versicherer vor Beauftragung eines Anwalts in Verbindung setzen sollte, wenn eine Kapitalabfindung aus einer privaten Renten- oder Lebensversicherung nicht fristgerecht zum Fälligkeitstermin überwiesen wird. Andernfalls bleibt man auf den Anwaltskosten sitzen.

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Folgenreicher Flughafenunfall

6.01.2012 Volker Drescher Gespeichert in Fluggesellschaften / Bedingungen, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Urteile / Rechtsprechung Keine Kommentare »

Das Landgericht Köln hat am 19. Mai 2011 (Az.: 8 O 257/10) entschieden, dass ein Fluggast, der bei einem Transport auf einem Flughafengelände verletzt wird, für die Folgen nur dann seine Fluggesellschaft in Anspruch nehmen kann, wenn diese den Transport organisiert hat.

Eine aus Frankfurt am Main stammende Frau und spätere Klägerin hatte während einer Tagung in Brüssel eine an einer Beinverletzung leidende Mitreisende kennengelernt, die mit dem gleichen Flugzeug ebenfalls nach Frankfurt zurückfliegen wollte. Die Klägerin bot ihr an, sie bei der Rückreise zu unterstützen und fragte daher beim Einchecken am Schalter der Fluggesellschaft danach, wie ihrer Mitreisenden am besten geholfen werden könne. Die Mitarbeiterin der Airline bestellte daraufhin einen Elektrocaddy, mit welchem die beiden Damen zum Flugsteig gebracht werden sollten. Während der Fahrt kam es jedoch zu einem unerwarteten Zwischenfall. Bei Durchfahren einer automatischen Flügeltür schloss sich diese, bevor das Fahrzeug sie vollständig passiert hatte. Dadurch wurde die Klägerin erheblich am Knie verletzt.

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Erstattung bei einem verhinderten Flug

14.11.2011 Volker Drescher Gespeichert in Allgemein, Fluggesellschaften / Bedingungen, Reisenachrichten, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Urteile / Rechtsprechung Keine Kommentare »

Ob ein nicht angetretener Flug erstattet wird oder nicht hängt immer vorm jeweiligen Vorgang ab.

Wer wegen des Fehlverhaltens eines Dritten dermaßen in Rage gerät, dass er Herzbeschwerden bekommt  und deswegen zum Beispiel einen Flug absagen muss, hat keinen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz. Das geht aus einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil des Amtsgerichts Nürtingen vom 24. Januar 2011 hervor (Az.: 11 C 2077/10).

Was war passiert ? Vor dem Start eines Flugzeuges wurden die Passagiere wie üblich auf die Sicherheitsvorschriften hingewiesen.Hierbei betätigte einer der Mitreisenden aus Fahrlässigkeit den Öffnungsmechanismus eines der Notausstiege. Weil dadurch die Notrutsche aktiviert wurde, verzögerte sich der Abflug um mehr als fünf Stunden. Der Kläger geriet hierdurch so in Rage, das er Herzbeschwerden bekam. Darauf hin beschlossen seine Frau und er den Flug zu stornieren.

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Eine Reise wird nicht veranstaltet, ein Veranstalter pleite geht, haftet dann ein Insolvenzversicherung ?

8.11.2011 Volker Drescher Gespeichert in Informationen zu Versicherern, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Reisesicherheit, Urteile / Rechtsprechung Keine Kommentare »

Eine besondere Konstellation wurde vom  Bundesgerichtshof mit Urteil vom 2. November 2011 entschieden (Az.: X ZR 44/11).

Ein Kunde  hatte für sich und seine Ehefrau Anfang  2009 bei einem Reiseveranstalter eine Kreuzfahrt gebucht. Die Reise sollte ein Jahr später stattfinde

Unmittelbar nach der Buchung wurde  der  Sicherungsschein für Pauschalreisen ausgehändigt. So  glaubte sich der Kläger auf der sicheren Seite. Er überwies dem Veranstalter daher den vollen Reisepreis in Höhe von 14.800 Euro.

Denn Anfang August teilte ihm der Reiseveranstalter mit, dass die Reise mangels Nachfrage nicht stattfinden werde. Kurz darauf musste der Veranstalter Insolvenz anmelden. Er war daher nicht dazu in der Lage, dem Kläger den Reisepreis zurückzuzahlen. Der Versicherer der Insolvenzversicherung sah jedoch den Konkurs nicht als Versicherungsfall an, da bereits vorher die Reise abgesagt wurde.

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Reklamationen nach oder während einer Reise

14.09.2011 Volker Drescher Gespeichert in Allgemein, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen Keine Kommentare »

Das wir Deutschen in vielen Urlaubsländern nicht so sonderlich gerne gesehen werden, kann ich letztendlich schon verstehen. Immer wieder habe ich mit gewundert, wie unverschämt Hoteliers oder Personal beschimpft worden sind.  Und dabei müsste doch nun ein jeder wissen, das ein gewisser Herr Schiller einst Recht hatte mit seiner Äußerung: “lächle, und die Welt lächelt zurück”

Auch bei berechtigten Beschwerden sollten wir es wie die Italiener handhaben. Lächle das Personal an, mache ein Kompliment und trage freundlich und bestimmend dein Anliegen vor. Mit der deutschen Holzhammermethode seine vermeintlichen Rechtsanprüche durchzuklopfen ist da meist der schwierigere Weg. Was unsere Landleute so an teilweise schwachsinnigen Klagen loslassen ist schon erstaunlich:

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Wenn der Urlaub ungeplant länger wird

11.08.2011 Volker Drescher Gespeichert in Allgemein, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Urteile / Rechtsprechung Keine Kommentare »

Wenn ein  Naturereignisses dazu führt, das man  später als geplant in seine Heimat zurückreisen kann, kann von dem Veranstalter keinen Schadenersatz für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit verlangen.  Ferner sind auch weitere  durch die Verzögerung entstandene Kosten selber zu zahlen.  Amtsgericht Rostock Urteil vom 4. Februar 2011 (Az.: 47 C 410/10).

Eine Klägerin unternahm eine Kreuzfahrt im Mittelmeer und konnte wegen des Vulkanausbruchs und dem daraus entstandenem  Flugverbotes keinen Flug von Mallorca nach Deutschland vornehmen.

Nachdem die Frau zunächst auf Kosten des Reiseveranstalters an Bord des Kreuzfahrtschiffes und anschließend in einem Hotel übernachten konnte, musste sie für eine weitere Nacht 50 Euro zahlen. Ein noch vom Schiff aus geführtes Telefonat mit ihren Angehörigen belastete ihre Reisekasse um weitere 80 Euro.

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Achtung, Kofferklau am Flughafen Mallorca

18.07.2011 Volker Drescher Gespeichert in Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen 1 Kommentar »

Organisierte Banden lenken Gäste ab, meist mit einem schmerzhaften Rempler.

Danach verschwinden sie unerkannt im Getümmel.

Hierauf hin verweisen div. Fachzeitschriften in der Reisebranche.

Dieser Trickdiebstahl ist nicht über die Hausratversicherung abgedeckt,

Versicherungsschutz können Sie in solchen Fällen nur über die Reisegepäckversicherung erhalten.

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Andere Länder, andere Sitten und auch andere Gesetze und Strafen

10.06.2011 Volker Drescher Gespeichert in Allgemein, Reiserecht / Urteile zu Reiseversicherungen, Soziales, Urteile / Rechtsprechung 1 Kommentar »

Sobald man eine Grenze überschritten ( oder überflogen ) hat, kann unser uns oft vertraute Rechtssystem auf einmal ganz anders sein. Hierbei gibt es für uns viele unverständliche, teilweise schwachsinnige Rechtsauslegungen.  Aber,  wir werden eventuellen doch nach dem ausländischen Rechtssystem an- und verklagt. Das kann mit einer hohen Geldstrafe beginnen und mit Gefängnisstrafen aufhören. Deshalb sollten Sie diese Regeln im Ausland in ihrem eigenen Interesse schon ernst nehmen:

In vielen Ländern ist das fotografieren von Flughäfen, Herrscherpaläste, Regierungsgebäude sowie Polizei- und Militärposten aus Sicherheitsgründen verboten. Bitte erkundigen Sie sich hier vor der Einreise ganz genau.  Selbst beim Ablichten von Brücken kann man unter Spionageverdacht fallen, so geschehen in Griechenland und Zypern.

Frankreich

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