Frisches Nahost-Kapital an Air-Berlin

Beteiligung Arabiens an Air-Berlin

Araber, welche sich eine stärkere Partnerschaft beider Fluggesellschaften gut vorstellen können, überweisen an die deutsche Billigflieger-Fluggesellschaft mehr Kapital. Somit liegt der Anteil an Air-Berlin bei 30 Prozent.

Das aus dem Nahen Osten kürzlich gesendete Geld soll der zweitgrößten Fluggesellschaft (Air-Berlin) mehr Luft verschaffen. Mit der Hilfe aus Arabien sichert sich die aufstrebende Konkurrenz (Etihad) einen Anteil von 30 Prozent. Der Anteilsprung verlief von unter 3 % auf nun knapp 30 %. Aufgrund der in der Zukunft verstärkten Partnerschaft möchten beide Fluggesellschaften gemeinsame Flüge im Rahmen einer sogenannten Code-Share-Vereinbarung starten.
Bedeutet: Hier kann man bei jeder der beiden Airlines die Flüge der jeweils anderen buchen. Ebenso möchten beide Airline-Partner beim Einkauf zukünftig zusammenarbeiten.

Deutsche Fluggesellschaft erhält finanzielle Hilfe aus Arabien

Für das kommende Jahr versprechen sich beide Fluggesellschaften 35 bis 40 Millionen Euro an Einsparungen. Aufgrund des erweiterten Zusammenschlusses verzeichnet die arabische Fluggesellschaft „Etihad“ rund 31,6 Millionen neue Aktien zu je 2,31 €/Aktie. Somit ist die Etihad-Airline größter Einzelaktionär Berlins. Auch Air-Berlin kann sich der erweiterten Fluggesellschaft-Kooperation erfreuen. Die Araber verpflichten sich u. a. ihre Aktien mindestens zwei Jahre zu halten. Geplant sei noch, dass Air-Berlin im Frühjahr kommenden Jahres Mitglied des Oneworld-Luftbündnisses wird. Diese Ankündigung beflügelte die Aktien von Air-Berlin. Die Aktienpapiere machten einen Sprung von Plus 10,6 Prozent.

Air-Berlin-Aktie erhält deutliches Plus

Schon am 16.12.2011 ging die Aktie mit einem satten Plus aus dem Börsenhandel. Spekulationen über eine Komplettübernahme der arabischen Fluggesellschaft Etihad können derzeit ausgeschlossen werden. Etihad hat sich zudem verpflichtet, keine Übernahmeangebote abzugeben. Durch die engere Zusammenarbeit beider Airlines ermöglichen die Araber dem deutschen Billigflieger – in den kommenden fünf Jahren – Kredite bis zu einer Höhe von 195 Mio. Euro aufnehmen zu können. Der derzeitige Chef Air-Berlins „Hartmut Mehdorn“, begrüßt den Zusammenschluss und verspricht sich für die Zukunft einzigartige Möglichkeiten. Die Araber möchten mit der engeren Kooperation einen neuen Zielflughafen stellen von dem dann, die Flieger Air-Berlins weiter gen asiatischen- und australischen Raum steuern sollen.
Bislang schrumpft die deutsche Fluggesellschaft (Air-Berlin). Die Anzahl der rot-weißen Flugzeuge sinkt von 170 auf 152. Flugverbindungen, welche sich als unrentabel erwiesen wurden mittlerweile gestrichen.

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