Zu hohe Stornogebühren beanstandet

Zu hohe Stornogebühren beanstandetDiese ersten Urteile werden Reiserücktrittversicherer und auch Kunden ohne Versicherungsschutz  erfreuen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte neun Veranstalter wegen unzulässiger Stornoklauseln verklagt.

Nach deren Vorstellungen sollten Reiseveranstalter max. ein Drittel  des Reisepreises als  Vorkasse einfordern.

Insgesamt wurden neun Veranstalter verklagt, vier gaben sofort  eine Unterlassungserklärung ab und änderten ihre Geschäftspolitik.

 

Fünf Unternehmen wurden nach ihrer Weigerung verklagt.

AIDA verlor vor dem Oberlandesgericht Rostock  (Az.: 2 U 7/13).  Das Unternehmen verlangte bei Kündigungen bis 60 Tage vor Reiseantritt die Hälfte des Reisepreises.

JT Touristik unterlag vor dem Kammergericht Berlin (Az.: 23 U 14/13).  Hier wurden sofort nach Buchung  35 % des Reisepreises verlangt.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor einiger Zeit sechs Fluggesellschaften abgemahnt.  Den vollen Reisepreis sofort zu verlangen lässt sich mit dem Prinzip „Ware gegen Geld“ nur schwer in Einklang bringen. Geht eine Fluggesellschaft pleite, trägt der Gast das alleinige Risiko. Nach Auskunft der Verbraucherschützer soll der Flugpreis frühestens 30 Tage vor Reiseantritt fällig werden.

Lesen hier: Reisereklamation, wie man alles falsch machen kann

Volker Drescher

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