Pflichten eines Versicherungsnehmers im Schadensfall Reiseabbruch

Landgericht München in einem Urteil vom 14. März 2013 (Az.: 31 S 143/12)

Reiseabbruch

Urteil Reiseabbruch

Folgender Fall wurde hier verhandelt…

Diese Versicherung  sollte einspringen, wenn ein Reiseabbruch wegen einer schweren Erkrankung eines nahen Angehörigen erforderlich wurde.

Eine pflegebedürftige Mutter des Klägers wurde normalerweise von Versicherungsnehmer betreut. Für die Dauer der Reise hatte jedoch eine Bekannte des Klägers zugesichert, sich um die Frau kümmern zu wollen.

Drei Tage vor Ende der Reise verunglückte die Bekannte und Betreuerin und konnte ihre Arbeit nicht mehr ausführen. Der Versicherer erkannte den Schaden an und verlangte von der Betreuerin ein ärztliches Attest, ein selbst verfasste Bescheinigung reichte nicht aus.  Dazu war die betreuende Person außer Stande.  Daraufhin lehnte der Versicherer eine Schadensregulierung ab und gewann auch den anschließenden Prozess. Nach Ansicht des Gerichts ist dieser Passus auch sinnvoll. Denn dadurch soll ausgeschlossen werden, dass ein Versicherter nur behauptet, dass eine Reise krankheitsbedingt abgebrochen worden ist, er in Wahrheit aber andere Motive, wie zum Beispiel berufliche Gründe, für den Reiseabbruch hatte.

 

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