Reiserecht – Oberlandesgericht Bamberg

Nicht alles ist versichert, so das Obelandesgericht Bamberg

S. Hofschlaeger_Pixelio.de

Nicht alles ist versichert, entschied der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Bamberg mit einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil vom 15. Januar 2013 entschieden (Az.: 5 U 36/12).


Was war geschehen? Ein Ehepaar unternahm nach dem Abendessen in einem türkischen Hotel einen Spaziergang. Nach der Rückkehr ging man durch die Hotelhalle über einen 2 cm dicke Schmutzfangmatte. Diese war mit einem Aluminiumprofil an den Querseiten abgeflacht, an den Längsseiten hoch stehend eingefasst.  An dieser hohen Kante blieb die Ehefrau hängen, stürzte und zog sich einen Oberschenkelbruch zu. Daraufhin verklagte sie den Reiseveranstalter wegen der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht. Das angerufene Landesgericht gab ihr Recht, das Oberlandesgericht Bamberg nach der Revision nicht mehr.

 

Wer ins Ausland reist, setzt sich nach Meinung der Richter u.U. erhöhten Risiken aus. Er kann sich daher nicht auf die baurechtlichen Vorschriften seines Heimatlandes als Maßstab seines Sicherheitsbedürfnisses berufen. Bei ausreichender Aufmerksamkeit hätte die farblich unterschiedliche Matte erkannt werden müssen, eine ausreichende Beleuchtung war ebenfalls vorhanden. Eine weitere Revision vor dem Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen.

Volker Drescher

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